Arbeitsspuren
Sichtbarmachung von Arbeits- und Beschädigungsspuren
Die präzise Dokumentation von Arbeitsspuren und Beschädigungsspuren an Kulturgütern ist entscheidend für deren wissenschaftliche Analyse, Konservierung und Restaurierung. Moderne Hochpräzisionsscanner liefern hochauflösende 3D-Daten, die selbst feinste Oberflächenstrukturen mit einer Genauigkeit im Zehntel- bis Hundertstel-Millimeterbereich erfassen. Diese exakte Geometrie bildet die Grundlage, um morphologische Details digital sichtbar und messbar zu machen.
Im Zusammenspiel ermöglichen 3D-Scans und fotografische Verfahren eine umfassende Analyse der Oberflächenbeschaffenheit: Während der Scanner die exakte dreidimensionale Form dokumentiert, liefert die Streiflichtfotografie wertvolle Informationen zur Textur und Morphologie der Spuren. So lassen sich Arbeitstechniken, Abnutzungsmuster oder Beschädigungen differenziert erkennen und bewerten.
Durch diese multidisziplinäre Dokumentationsstrategie wird die Datenqualität erheblich gesteigert. Die gewonnenen Datensätze bieten eine belastbare Grundlage für weiterführende Untersuchungen, etwa die Klassifikation von Spuren, die Rekonstruktion von Herstellungsprozessen oder die Überwachung von Schadensentwicklungen über die Zeit.