Photographie
Digitalphotographie
Bilder sind eines der zentralsten Medien der visuellen Kommunikation. Sie ermöglichen die Vermittlung von Informationen und Emotionen, von Stimmungen und Sachverhalten, können über Zusammenhänge und Eigenschaften von Dingen informieren und Schrift und Sprache bereichern.
Bei genauerer Betrachtung sind die Grenzen zwischen den beiden Gruppen allerdings fließend: auch Photographien werden unter Auswahl und Einsatz bestimmter Techniken, Verfahren, Aufstellungen, Lichtsituationen etc. und zur Erfüllung eines bestimmten Zwecks angefertigt; und auch Graphiken beziehen sich auf Elemente der realen Welt, die sie in strukturierter Form darzustellen versuchen.
Die Entscheidung zwischen Photographie und Graphik erfolgt zweck- und mittelgebunden und orientiert sich an den gewünschten Bildinhalten, Botschaften und Vermittlungskontexten. Wählt man zur Präsentation eines Objekts eine Photographie, dürfte man zur Illustration von Migrationszusammenhängen eher eine schematische Graphik heranziehen. Sollen bestimmte Aspekte eines Objekts hervorgehoben oder erläutert werden, bietet sich eine Kombination beider Techniken an.
Um den Bedürfnissen der visuellen Kommunikation und Wissensvermittlung gerecht zu werden, ist bei der Erstellung digitaler Bilder gleich welcher Art hohe Sorgfalt, Planung und Dokumentation geboten. Nur so kann die Kommunikation gelingen und das Bild die intendierten Botschaften vermitteln.
Digitalphotographie basiert wie ihr Vorläufer, die analoge Photographie, auf der optischen Projektion von Licht auf ein Speichermedium. Das in einer Situation vorhandene natürliche und/oder künstliche Licht trifft auf die Oberflächen der vorhandenen Objekte und geht Wechselwirkungen mit ihr ein. Das von der Oberfläche zurückgeworfene Licht enthält durch diese Wechselwirkungen Informationen über die Objektoberfläche.
Erreicht das Licht das menschliche Auge oder eine Kamera, werden diese Informationen wahrgenommen und können (durch den menschlichen Kognitionsapparat und/oder die Hard- und Software der Kamera) "ausgelesen", gespeichert und verarbeitet werden.
Anders als bei der analogen Photographie werden die Lichtdaten nicht durch chemische Reaktionen auf ein Speichermedium eingebrannt, sondern durch einen Bildwandler in digitale Signale umgewandelt. Die auf dem Bildsensor auftreffenden Informationen werden in einzelne Pixel zerlegt und in dieser Form gespeichert. Farbfilter erlauben das Erfassen der durch das Licht übermittelten Farbinformationen.
Verschiedene Filterungen und Wandlungen korrigieren und optimieren die Bildinformationen, damit ein möglichst fehler- und rauschfreies, scharfes Bild erstellt werden kann. Dieses wird (in komprimierter und/oder nicht komprimierter Form) gespeichert und/oder an ein externes Gerät ausgegeben.